Theorie | Das Personality Evaluation Program ermöglicht es, differenzierte Aussagen in Bezug auf die persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten eines Kandidaten zu treffen. Der PEP stützt sich auf den testtheoretischen Hintergrund des 16 Persönlichkeits-faktoren-Tests 16-PF R von Raymond Bernard Cattell. Die 16 Persönlichkeitsfaktoren wurden faktorenanalytisch zu fünf Persönlichkeitsdimensionen höherer Ordnung, sogenannten Globaldimensionen, zusammengefasst. Diese Dimensionen repräsentieren Eigenschaften mit breitem Erklärungsbereich, die sogenannten Big Five: EXTRAVERSION versus INTROVERSION, GELASSENHEIT versus ANSPANNUNG, SELBSTKONTROLLE versus EMOTIONALITÄT, UNABHÄNGIGKEIT versus ANPASSUNGSFÄHIGKEIT und EMPFÄNGLICHKEIT versus BEHARRLICHKEIT. Diese fünf Faktoren fassen die eigen-tlichen Grundstrukturen der Persönlichkeit zusammen. Die Big Five sind Verhaltens-tendenzen, die bei einer Person über zeitliche und situative Einflüsse hinweg stabil bleiben und sich nur geringfügig und langsam verändern.
Einsatz | Der PEP ist für den Einsatz in der Arbeits- und Betriebspsychologie entwickelt worden. Das Testverfahren wird vor allem im Rahmen von Einzelassessments, Coachings und Laufbahnberatungen verwendet und bietet aussagekräftige Entschei-dungsgrundlagen in der Evaluation und Selektion von geeigneten Kandidaten. Die Bearbeitungszeit beträgt ca. 40 Minuten.
Konzeption | Die psychologischen Grundlagen des PEP erlauben umfassende, objektivierte Aussagen über persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten eines Kandida-ten, welche einen massgeblichen Einfluss auf sein Arbeitsverhalten haben. PEP erfasst mit total 180 Fragen ein differenziertes Persönlichkeitsprofil auf der Basis von insgesamt 16 Persönlichkeitsfaktoren. Die 16 Persönlichkeitsfaktoren weisen gegensätzliche Pole auf, wie zum Beispiel UNBEFANGENHEIT versus RESERVIERTHEIT oder KONKRETES DENKEN versus KONZEPTIONELLES DENKEN. Die leicht verständlichen und treffsicheren Definitionen der 16 Faktoren erlauben eine effiziente und praxisorientierte Handhabung der Auswertungsergebnisse. Aus den 16 Persönlichkeitsfaktoren werden 6 überge-ordnete Dimensionen abgeleitet, die einen zusammenfassenden Überblick über die Persönlichkeitsstruktur eines Kandidaten ermöglichen. Durch die zweistufige Analyse der Persönlichkeit werden präzise Ergebnisse ermittelt, die eine professionelle, psychologische Diagnose erleichtern.
Auswertung | Die validierten Ergebnisse des PEP werden in einem mehrdimensionalen Analyseverfahren ausgewertet, wobei die 16 Persönlichkeitsfaktoren in Form eines so genannten Polaritätenprofils zusammengefasst werden. Das erstellte Persönlichkeits-profil bietet einen anschaulichen Überblick über die individuellen Ausprägungen und ermöglicht fundierte Aussagen über die spezifischen Eigenschaften und Fähigkeiten eines Kandidaten. Im Weiteren kann jedes Einzelprofil mit dem Durchschnittsprofil von ausgewählten Testpersonen verglichen werden, um so die relevanten Abweichungen zu identifizieren.